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Gewerkschaft und Personalvertretung in Gemeinden und Länder - die GdG-KMSfB

... es lebe der "kleine Unterschied"

Erst eine Änderung der Bundesverfassung im Jahr 1981 machte es möglich, Personalvertretungsgesetze für alle Bediensteten der Städte und Gemeinden zu schaffen.

Ein Meilenstein in der Geschichte der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, denn damit wurde unser gemeinsames Ziel einer gesetzlichen Personalvertretung realisiert.

Vorher galt lediglich für die "Betriebe" das BetriebsrätInnengesetz. Alle Bediensteten im Bereich der Hoheitsverwaltungen waren von diesem Gesetz ausgeschlossen.

Das Wiener Personalvertretungsgesetz (W-PVG) wurde auf Drängen der GdG vom Wiener Landtag am 14. Oktober 1985 beschlossen. In weiterer Folge wurden entsprechende Gesetze auch in weiteren Bundesländern verabschiedet.

Unser zentrales Anliegen ist dabei die Sicherstellung und der Ausbau unserer Information- und Mitwirkungsrechte in sozialen, personellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen. Gerade angesichts der Umstrukturierungsmaßnahmen in den letzten Monaten zeigt sich die ungebrochene Aktualität dieses Kernpunkts.

Gewerkschaft und Personalvertretung - eine sinnvolle Konstruktion

"Zu wos brauch i denn des?" wird immer wieder in Gesprächen, Veranstaltungen und Versammlungen berechtigt gefragt. Auf den ersten Blick würde man meinen, Gewerkschaft und Personalvertretung hätten gleiche Aufgaben. Aber bei näherer Betrachtung wird sofort klar, wie sehr sich Personalvertretung und Gewerkschaft in ihrer täglichen Arbeit unterscheiden, aber durch klare Kompetenzen und Regeln auch sinnvoll ergänzen.

Erlauben Sie uns deshalb, den bildlichen Vergleich mit einem Autos anzuwenden. Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten ist zweifellos der starke Motor, während die Personalvertretung die Aufgaben der gesamten Regelelektronik übernimmt. Nur durch das Funktionieren der beiden wichtigen Bauteile werden wir gemeinsam an unser Fahrziel gelangen.

Die Personalvertretung - Der Regulator überwacht alle entscheidenden Faktoren unserer Arbeitswelt

Die Personalvertretung hat das Vertretungsrecht für alle Bediensteten nach klaren Regeln - eben den Personalvertretungsgesetzen der Länder und Gemeinden - ausschließlich gegenüber dem Dienstgeber im eigenen Bereich. Gewählte PersonalvertreterInnen in allen Dienststellen und Personalgruppen haben jeweils für ihren klar beschriebenen Aufgabenbereich auf die Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Bestimmungen zu achten und sollen damit soziales Unrecht verhindern.

Bei der Personalvertretung laufen alle Informationen über strukturelle Neuerungen oder Änderungen bei entscheidenden Parametern des Dienst,- Besoldungs,- und Pensionsrechtes zusammen. Mit diesen wichtigen Informationen und der damit verbundenen Kontrollfunktion werden negative Auswirkungen für die DienstnehmerInnen rasch erkannt und geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Die Personalvertretung kann aber diese Funktion nur für aktive Beschäftigte innerhalb der Grenzen ihrer rechtlichen Rahmenbedingungen laut Personalvertretungsgesetz direkt und unmittelbar vor Ort wahrnehmen.

Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe -
der leistungsstarke Motor einer modernen Arbeitnehmervertretung

Die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten hat im Gegensatz dazu keine örtlichen oder rechtlichen Begrenzungen. Sie vertritt ihre Mitglieder unabhängig von deren Alter, Dienstort, Einstufung oder Berufsgruppe in ganz Österreich. Wir vertreten als Gewerkschaft nicht nur die Anliegen der aktiven Beschäftigten, sondern sind mit gleichem Einsatz z.B. für Lehrlinge, KrankenpflegeschülerInnen und natürlich für unsere mehr als 35.000 PensioninInnen tätig.

Die Gewerkschaft nutzt ihre volle Energie und ihren politischen Einfluss bei allen gesetzgebenden Organen, Institutionen und öffentlichen Einrichtungen, auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Gerade jetzt ist die internationale Zusammenarbeit der Beschäftigten des öffentlichen Sektors von enormer Bedeutung. Gemeinsame erfolgreiche Zusammenarbeit wie bei der "Stopp Gats"-Kampagne oder bei der Diskussion innerhalb der EU über die Dienstleistungsrichtlinie zeigt, dass mit der Stärke der Gewerkschaften gleichzeitig Entwicklungen gegen die Dienstnehmer und gegen die Bevölkerung aufgezeigt und für die Menschen positiv beeinflusst werden können.

Die Ideenfabrik Gewerkschaft formuliert aber auch sehr konkret die erforderlichen Maßnahmen für eine künftig bessere Arbeitswelt - egal ob es dabei um die jährlichen Lohnverhandlungen, das gemeinsame Auftreten gegen unsoziale Maßnahmen oder die Interessen unserer Mitglieder in allen anderen wichtigen wirtschafts,- sozial,- oder gesellschaftspolitischen Entscheidungen geht.

Sie haben die Wahl

Sowohl für die Personalvertretung, als auch für die Funktionen in der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kinst, Medien, Sport, freie Berufe gilt allerdings gleichermaßen die demokratische Zusammensetzung. Sie haben alle 4 Jahre die Wahl direkt die Zusammensetzung ihrer Vertretung auf der Dienststelle oder ihrer Personalgruppe in der Personalvertretung mitzubestimmen.

Die Wahl unserer Behindertenvertrauenspersonen und aller einzelnen Betriebratskörperschaften steht ebenfalls alle 4 Jahre auf dem Programm - unsere Lehrlinge wählen ihre Vertretung, die Jugendvertrauensräte, alle 2 Jahre.

Nur mit ihrem Vertrauen können wir der großen Verantwortung in der Gewerkschaft und Personalvertretung gerecht werden.

Detailinformation der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten - Kunst, Medien, Sport, freie Berufe - siehe weiterführende Links - BITTE EINLOGGEN!

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