Story, Story, Story
Mensch sein heißt, eine Geschichte zu erzählen haben
Isak Dinesen
Gute Stories müssen keine schweren, komplizierten, ausgeklügelten Geschichten sein. Oft reicht es, wenn wir ein Beispiel bringen, oder glaubwürdig eine persönliche Begebenheit erzählen: "Ich kenn da einen Nachbarn von mir, der hat …", "Ich habe von einer Kollegin gehört, die …" Diese Geschichten wirken viel besser, als nüchterne, sachliche Daten und Fakten. Die persönliche Geschichte zielt in unsere Gefühlswelt. Es ist nun mal Tatsache, dass die meisten Menschen es sehr gern haben, wenn man ihnen eine Geschichte erzählt, ein Beispiel bringt. Es lässt dem Noch-Nicht-Mitglied den Freiraum, die Bedeutung selbst abzuleiten.
Geschichten zu erzählen und Beispiele zu geben ist eine Methode, Inhalte und Botschaften so zu präsentieren, dass sie das Noch-Nicht-Mitglied leichter annehmen kann. Der Kern dessen, was du sagen willst, lässt sich - verpackt in einer Story - einfach zuhörerInnenfreundlicher transportieren.
Beachte: Die Wirksamkeit einer Story wird nicht von der Erzählerin oder vom Erzähler selbst bewertet, sondern von den jeweiligen EmpfängerInnen. Natürlich wirken Stories besonders gut, wenn sie mit einer nötigen Portion Humor angereichert und möglichst spontan aus dem Ärmel geschüttelt werden. Wenn du eine Geschichte den ZuhörerInnen nachträglich erklären musst, dann hat es sich um eine nicht so gute Story gehandelt.
Was hindert uns daran, unsere eigene politische Arbeit, unsere Ziele, in Geschichten und Stories zu verpackten? Ebenso wie wir die eine oder andere verbale Attacke gegen unsere Gegner noch effizienter durchführen könnten, wenn wir sie in eine Geschichte verpacken. Gerade bei Stories können wir tief in die Landkarte unseres Noch-Nicht-Mitglieds eindringen, um Lösungsmöglichkeiten zu bieten und die Entscheidung Mitglied zu werden, zu vereinfachen. Erzählen gehört genauso zur Natur des Menschen wie das Atmen und der Blutkreislauf.
Wir dürfen das Erzählen von Beispielen und Geschichten nicht allein den rechten Demagogen und anderen Hetzern überlassen, sondern müssen sie für unser Anliegen einer besseren und gerechteren Welt einsetzen.
1: Betriebsrat
2: Jugendvertrauensrat
3: Behinderten-Vertrauensperson
4: Sicherheits-Vertrauenspersonen
5: Personalvertretung
6: Zentralbetriebsrat
7: KonzernvertreterInnen
8: EU Betriebsrat
9: Weiterbildung
10: Serviceangebot
11: Oft gefragt
12: Ein Team
13: AnsprechpartnerInnen
14: Das Abenteuer beginnt
15: Warum werbe ich?
16: Mit unserer Angst umgehen
17: Das beste Werbeargument bist immer noch DU
18: Ist Mitgliederwerbung Manipulation?
19: Wie tickt ein Noch-Nicht-Mitglied?
20: Bevor es beginnt: Der erste Eindruck zählt
21: Warum brauchen wir Gewerkschaften?
22: Der Vergleich macht sicher...
23:
24: Sprachliche Sünden, die wir vermeiden
25: Die Entscheidung herbeiführen
26: Sich belohnen ist erlaubt
27: Wofür Ist Das Eine Gelegenheit
28: Jetzt geht's los