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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Lärm am Arbeitsplatz verursacht Stress

ArbeitnehmerInnen leiden vor allem in der Weihnachtszeit unter Dauerbeschallung

Von einer besinnlichen Weihnachtszeit können die Beschäftigten im Handel nur träumen. Nicht nur die Kundenfrequenz ist im Advent deutlich höher, sondern auch der Lärm. Die meisten Geschäfte beschallen ihre KundInnen nämlich mit Weihnachtsliedern in Dauerschleife, um sie zum Einkaufen von Weihnachtsgeschenken zu motivieren. Während das für KundInnen mitunter unterhaltsam ist, führt die dauerhafte Zwangsbeschallungen bei den Angestellten zu noch mehr Stress.

Lärm macht krank

VerkäuferInnen müssen oft einen ganzen Acht-Stunden-Tag mit Dauerbeschallung aushalten. In Einkaufszentren können sie selbst in den Pausen der Lärmkulisse kaum entkommen. Manche Geschäfte beginnen schon im November die Weihnachtsklassiker auszupacken. Die permanente Hintergrundmusik und der damit einhergehende Lärmpegel sorgen für Stress und eine dauerhafte gesundheitliche Belastung der Angestellten – die Nerven liegen blank.

Beschallung auf erträgliches Maß reduzieren

Die zuständige Gewerkschaft GPA-djp fordert daher schon seit Jahren, dass die Beschallung der MitarbeiterInnen durch Weihnachtsmusik auf ein erträgliches Maß reduziert wird. Auch ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian unterstreicht, dass er überzeigt sei, das Weihnachtsgeschäft hänge nicht vom Einsatz von Weihnachtsmusik ab. Vielmehr schätzen KundInnen freundliche und motivierte Angestellte.

AK-Arbeitsgesundheitsmonitor bestätigt Lärmbelastung

Der jährlich von der Arbeiterkammer Oberösterreich durchgeführte Arbeitsgesundheitsmonitor zeigt ähnliche Tendenzen, neben den KundInnen und Zeitdruck ist Lärmbelastung der größte Stressfaktor für die Beschäftigten am Arbeitsplatz. Mehr als die Hälfte der befragten Beschäftigten, die durch Lärm belastet sind, hält es sogar für unwahrscheinlich, ihren Beruf bis zur Pension ausüben zu können. Bei jenen, die nicht unter Lärm leiden, sind es nur 38 Prozent.

Österreichs Jugendliche wünschen sich ebenfalls mehr Ruhe

Eine aktuelle Studie des Instituts für Jugendkulturforschung, im Auftrag der AK Wien, zeigt überraschende Ergebnisse: Schon die 16-19-Jährigen geben an, am liebsten mit FreundInnen oder Familie zu Hause zu sein. Während die Welt draußen immer schneller, lauter und stressiger wird, ziehen sich die Jugendlichen in die private Welt zurück. Sie gehen in ihrer Freizeit gerne raus in die Natur oder machen Sport. Die Jugendlichen sehnen sich schon in ihren jungen Jahren nach Ruhe, Ausgleich und Entspannung.

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