Keine Ansteckungsgefahr im Berufsalltag

Im täglichen Arbeitsleben sind generell keine besonderen Einschränkungen für Menschen mit HIV erforderlich

HIV ist die Abkürzung für „Humanes Immundefizienz-Virus“ oder übersetzt: „Menschliches Abwehrschwäche-Virus“. HIV schlägt die körpereigenen Abwehrkräfte, also das Immunsystem. Im Vergleich zu anderen Krankheitserregern wie zum Beispiel Grippeviren ist es aber relativ schwer übertragbar. Infektiös können Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit und der Flüssigkeitsfilm auf der Schleimhaut des Enddarms sein. HIV-belastete Flüssigkeiten müssen in die Blutbahn einer anderen Person gelangen. Dies kann nur über Verletzungen bzw. offene Wunden geschehen oder bei intensivem Schleimhautkontakt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Eine Ansteckungsgefahr im Berufsalltag besteht somit nicht.

Niemand muss sich also im Umgang mit HIV-positiven Kolleginnen und Kollegen oder Kundinnen und Kunden Sorgen machen. Durch normale soziale Kontakte, wie zum Beispiel Händeschütteln oder Umarmungen, und auch durch Husten oder Niesen kann HIV nicht übertragen werden. Ebenso wenig ist der Kontakt zu Speichel, Tränenflüssigkeit oder Schweiß sowie Urin und Kot infektiös. Sanitäranlagen und Geschirr oder Besteck können bedenkenlos gemeinsam genutzt werden.

Hygienemaßnahmen bieten Sicherheit

Allgemein gilt: Wer im Berufsalltag die allgemein üblichen Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen beachtet, kann sich und andere nicht anstecken. Dies gilt auch für Personen in Gesundheitsberufen, genauso wie für jene, die in der Gastronomie arbeiten. Auch in Handwerksberufen mit einem Verletzungsrisiko wie zum Beispiel im Friseur-, Bäckerei- oder Metzgereihandwerk bestehen keine Übertragungsrisiken, weder durch Personen noch durch Arbeitsgeräte.

Mehr Informationen:
Broschüre "HIV/AIDS in der Arbeitswelt
HIV und AIDS: Was geht das den Arbeitgeber an?
 

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