Bezahlte Maskenpause braucht grünes Licht

Gewerkschaften GPA-djp und vida: „Betroffene Beschäftigte müssen durchschnaufen“

Der Mund-Nasen-Schutz, landläufig als Maske bezeichnet, ist Teil unseres Alltags. Wir tragen die Masken nicht, weil es Spaß macht, sondern weil wir unsere Mitmenschen damit schützen. In vielen Berufen ist das Tragen einer Maske Pflicht. Für die betroffenen ArbeitnehmerInnen bedeutet das, dass sie schlechter Luft bekommen und es unter der Maske sehr heiß werden kann – die Arbeit wird dadurch noch anstrengender. Um diese Beschäftigten zu entlasten, erneuern die Gewerkschaften GPA-djp und vida ihre Forderung nach einer bezahlten Maskenpause: Alle zwei Stunden soll es für 15 Minuten eine Masken-Auszeit geben.  

Eine Viertelstunde bezahlte Maskenpause nach zwei Stunden Arbeit mit Maske kann wirklich nicht zu viel verlangt sein.“ Barbara Teiber, Vorsitzende der GPA-djp  

Beschäftigte müssen durchschnaufen dürfen  

„Die Handelsangestellten verrichten oft körperlich anstrengende Tätigkeiten wie Regale schlichten und sind zum Beispiel hinter der heißen Theke ohnehin Hitze ausgesetzt. Eine Viertelstunde bezahlte Maskenpause nach zwei Stunden Arbeit mit Maske kann wirklich nicht zu viel verlangt sein nach den tollen Leistungen, die die Beschäftigten in der Corona-Krise vollbracht haben“, sagt Barbara Teiber, Vorsitzende der GPA-djp.  

„Es geht hier um den Schutz der Beschäftigten. Das Mindeste, was wir den Menschen, die täglich für uns alle vollen Einsatz zeigen, ermöglichen müssen, ist eine bezahlte Maskenpause.“ Roman Hebenstreit, Vorsitzender Gewerkschaft vida

Klatschen allein sorgt für keine Entlastung 

Klatschen und lobende Worte für den Einsatz, den die Beschäftigten in diesen herausfordernden Monaten bringen, reichen nicht mehr aus, bekräftigt auch Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Gewerkschaft vida: „Es geht hier um den Schutz der Beschäftigten. Das Mindeste, was wir den Menschen, die täglich für uns alle im Tourismus, in der Dienstleistung, in der Reinigung und Bewachung oder auch in der Pflege und Betreuung vollen Einsatz zeigen, ermöglichen müssen, ist eine bezahlte Maskenpause.“ Sowohl für Hebenstreit als auch für Teiber ist jetzt die Politik gefordert, eine entsprechende gesetzliche Regelung auf Schiene zu bringen. 

 

 

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