Weiter Warten auf faire Regelungen im Homeoffice

Noch immer kein grünes Licht, Verhandlungen vertagt

Eigentlich ist das Paket mit fairen Spielregeln fürs Homeoffice seit Wochen fertig. Bereits vor Weihnachten haben sich die Sozialpartner darauf geeinigt. Offen war nur noch die Zustimmung aus dem Finanzministerium zu letzten steuerlichen Fragen. Dieses grüne Licht gibt es vorerst nicht.   

Gute Lösung für ArbeitnehmerInnen ausgebremst 

Verärgert über die Blockadehaltung des Finanzministers ist Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA: „Er muss endlich ins Tun kommen. Wir verstehen nicht, warum diese wichtige Sache jetzt steht. Klar ist, dass den ArbeitnehmerInnenn im Homeoffice gewisse Kosten ein Stück weit abgegolten werden müssen." 

Sie fordert, dass der Finanzminister von der Bremse heruntergeht und es rasch eine endgültige Lösung gibt, „die auch nachhaltig nach Corona funktionieren soll“.  

"Wir brauchen eine Lösung fürs Homeoffice, die auch nachhaltig nach Corona funktionieren soll.“ Barbara Teiber, Vorsitzende Gewerkschaft GPA

Kein Verständnis für Verzögerung   

Der Geduldsfaden ist mittlerweile auch Christian Meidlinger, Vorsitzender der younion _ Die Daseinsgewerkschaft, gerissen: „Den ArbeitnehmerInnen im Homeoffice keine klaren Rahmenbedingungen zu schaffen, zeugt von Respektlosigkeit gegenüber den hervorragenden Leistungen, die das Funktionieren des öffentlichen Lebens auch in diesen Krisenzeiten ermöglichen!“

„Keine klaren Rahmenbedingungen im Homeoffice zu schaffen, zeugt von Respektlosigkeit gegenüber den hervorragenden Leistungen, die das Funktionieren des öffentlichen Lebens in diesen Krisenzeiten ermöglichen!“ Christian Meidlinger, Vorsitzender der younion _ Die Daseinsgewerkschaft

Auch Meidlinger erwartet sich von „Minister Blümel schnelle, im Alltag umsetzbare Lösungen. Vorschläge von Seiten der Sozialpartner liegen schon längst auf dem Tisch. Jetzt muss die Politik sie umsetzen“.

Nur Appelle statt Taten  

Gerade angesichts der jüngsten Aufforderung der Regierung, dass überall wo es möglich sei, Menschen von zu Hause aus arbeiten sollen, zeigt sich auch Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin im ÖGB, enttäuscht: „Seit Monaten leisten hunderttausende ArbeitnehmerInnen im Homeoffice Übermenschliches, auf ihre längst fällige Entlastung müssen sie jedoch weiter warten.“

„Seit Monaten leisten hunderttausende ArbeitnehmerInnen im Homeoffice Übermenschliches, auf ihre längst fällige Entlastung müssen sie jedoch weiter warten.“ Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin im ÖGB

Die neuerliche Vertagung der Verhandlungen für ein Homeoffice-Paket ist für sie unverständlich. Für Reischl sind „neue Homeoffice-Regeln eine Frage der Fairness gegenüber all jenen, die einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten“. 

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