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Sind Frauen im Jahr 2020 gleichberechtigt?

Die ÖGB-Community ist sich sicher: Wir sind weit weg von echter Gleichberechtigung

„Bund, Länder und Gemeinden bekennen sich zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau“ – so steht es in der österreichischen Verfassung. Das heißt, dass Männer und Frauen die gleichen Möglichkeiten in der Ausbildung, im Beruf und Privatleben haben sollen. Aber nichtsdestotrotz gibt es noch immer Bereiche, in denen Frauen benachteiligt werden – zum Beispiel am Arbeitsmarkt.

Das bestätigt etwa Facebook-Userin Anna C. Als Antwort auf eine Online-Umfrage zum Thema „Sind Frauen im Jahr 2020 gleichberechtigt?“ schreibt sie: „Von einer Gleichberechtigung sind wir noch viele Jahre entfernt. In den Berufen sind wir Frauen vom Gehalt her immer noch zwischen 20 und 25 Prozent benachteiligt. Einige Berufe sind und bleiben meiner Meinung nach Männersache. Ich spüre das am eigenen Leib, gleiche Arbeit, gleiche Stunden, viel weniger Gehalt.“ An der Facebook-Umfrage haben 1.269 Personen teilgenommen. Mehr als drei Viertel der TeilnehmerInnen sagen, dass Frauen nicht gleichberechtigt sind. Nur 22 Prozent sind anderer Meinung. Noch deutlicher sind die Ergebnisse der Umfrage auf Twitter (82 Prozent: Nein, 18 Prozent: Ja) bzw. Instagram (80 Prozent: Nein, 20 Prozent: Ja) ausgefallen.

So wie Anna vertritt auch Rainer B. die Ansicht, dass Frauen auch 2020 noch nicht gleichberechtigt sind. Er schreibt: „Leider nein! Gleiche Arbeit für gleiches Geld kann doch nicht so schwer sein (…) Und im Jahr 2020 sollte auch daheim Gleichberechtigung herrschen (…). Ähnlich argumentiert auch Manfred B., der den geringen Frauenanteil in Managerpositionen, in der Politik, bei wichtigen Gremien kritisiert und zugleich darauf aufmerksam macht, was Frauen neben der Arbeit noch alles leisten müssen, wie etwa Haushalt und Familienangelegenheiten: „Da leben wir meines Erachtens doch noch eher in der Steinzeit als in einer modernen Welt.“

In vielen Ländern der Welt verdienen Frauen durchschnittlich um einiges weniger als Männer. In Österreich liegt dieser Lohnunterschied bei satten 20 Prozent. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Frauen sind öfter in Berufen tätig, die schlechter bezahlt sind, arbeiten häufiger in Teilzeit, sind kaum in Führungspositionen anzutreffen und erledigen noch immer den Großteil der unbezahlten Arbeit, wie etwa Kinderbetreuung und Haushalt. Für die ÖGB-Frauen ist klar: Um diese Benachteiligung von Frauen zu beseitigen, braucht es gezielte Frauenförderung, einen raschen Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen sowie einen Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr. Letzterer wäre nicht nur ein großer Schritt auf dem Weg zur echten Chancengleichheit, sondern würde eine echte Wahlfreiheit für Frauen schaffen. „So könnten Frauen selbst entscheiden, wie viele Stunden sie arbeiten und wie viele sie zuhause bei ihrer Familie verbringen wollen“, erklärt Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende.

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