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Kindergarten ist erste Bildungseinrichtung

ElementarpädagogInnen leisten täglich etwas ganz Besonderes für die Entwicklung unserer Kinder

Auch wenn die Rolle der ersten Bildungseinrichtungen – sprich Krippen und Kindergärten – unbestritten sein sollte, glauben nach wie vor viele, dass es ein Ort ist, an dem den ganzen Tag nur gespielt, gebastelt und gesungen wird. Das stimmt auch – aber nur zum Teil.

Kindergarten soll Kinder aufs Leben vorbereiten

„Wir spielen gezielt mit den Kindern: Um ihnen beizubringen, wie sie sich gegenüber anderen verhalten sollen, um sie bei gewissen Kompetenzen zu unterstützen, und sie auf das Leben, auf die Schule vorzubereiten“, betont Jenny Mayer. Die 29-Jährige ist Kindergartenpädagogin, ihre Ausbildung hat sie 2017 abgeschlossen. Besonders wichtig für sie ist, dass der Kindergarten endlich als Bildungseinrichtung gesehen wird.

Ob Krippe oder Kindergarten – Bildung fängt lange vor der Schule an. In diesen frühen Jahren werden die ersten wesentlichen Grundlagen für die Entwicklung und für die Zukunftschancen jedes Kindes gelegt.

Kein Kind darf auf der Strecke bleiben

Damit die Kleinsten unserer Gesellschaft auch pädagogisch bestens betreut werden, braucht es laut ÖGB-Frauen geeignete Rahmenbedingungen, wie etwa ausreichend Platz, kleine Gruppengrößen und ausreichend Personal. Gruppengrößen von bis zu 25 Kindern können bei den Beschäftigten zu viel Stress führen. In Mayers Gruppe sind 20 Kinder von 0 bis 6 Jahren. Das schwierigste am Job ist es, eine Balance zu finden, damit in einer Gruppe von 20 Kindern kein Kind auf der Strecke bleibt.

„Viele glauben nämlich noch immer, dass wir den ganzen Tag nur mit den Kindern spielen.“

Oft ist es schwierig alles unter einen Hut zu bringen, aber wir geben jeden Tag unser Bestes“, so Mayer. So steht an manchen Tagen die Beobachtung der Kinder im Vordergrund und an anderen die Unterstützung. Die Beobachtung ist wichtig, um die Entwicklungsschritte der Kinder zu dokumentieren und so besser dort unterstützen zu können, wo Hilfe gebraucht wird.

ÖGB-Frauen fordern bessere Bezahlung   

Neben mehr Personal und einer Ausbildungsoffensive fordert Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, auch eine bessere Bezahlung der Beschäftigten, von denen der Großteil weiblich ist. Unterstützt wird diese Forderungen auch von Mayer, „schließlich leisten ElementarpädagogInnen wirklich wertvolle Arbeit und so wie in anderen Bereichen wäre auch für uns eine bessere Bezahlung gut.“

Mayer ist seit ihrer Ausbildung am Wiener Standort Augarten beschäftigt. Ihre Arbeit macht ihr viel Spaß und dieser Job ist, wie sie selbst sagt , genau das, was sie ihr restliches Leben machen möchte. „Man kann den Kindern so viel beibringen und sie sind so dankbar für Sachen, die sie lernen“, sagt sie.

Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern funktioniert einwandfrei, erklärt sie: „Die Eltern sind sehr interessiert, wir tauschen uns regelmäßig aus und sie werden so weit wie möglich in den Kindergarten-Alltag miteinbezogen. Nur dann nicht oder viel weniger, wenn unsere pädagogische Arbeit in den Vordergrund rückt.“

Der Kindergarten im Wiener Augarten ist einer der größten Wiens. Insgesamt werden hier 175 Kinder von 40 Beschäftigten, verschiedenster Fachgruppen (PädagogInnen, AssistentInnen, Auszubildende), betreut. 

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