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Geplante Einschleifung der Altersteilzeit ist Augenauswischerei

Klares Nein zur Budgetsanierung auf Kosten älterer ArbeitnehmerInnen

„Die Altersteilzeit ist eine bewährte Maßnahme, um die Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen zu stabilisieren. Werden neue Hürden eingebaut, geht das natürlich zu Lasten der Betroffenen“, kritisiert Markus Vogl, stv. Vorsitzender der GPA-djp (Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier) die von der Bundesregierung geplante Maßnahme, das Zugangsalter in Etappen zu erhöhen.

Diese Einschränkung könne keineswegs mit Sparen im System argumentiert werden, so Vogl weiter: „Hier geht es ganz offensichtlich nur um Sparen bei älteren Menschen! Die angekündigte nächste Einschränkung für die Altersteilzeit wäre nach dem Aus für die Aktion 20.000 der nächste Schlag gegen eine Altersgruppe, die es am Arbeitsmarkt ohnehin sehr schwer hat. Mit 101.579 Betroffenen war im März fast jeder dritte Arbeitslose über 50 Jahre alt.“ Auch von einer schrittweisen Anhebung könne keine Rede sein, das Alter soll ja mit einem Schlag um zwei Jahre angehoben werden. „Ein 1960 geborener Mann kann mit 58 Jahre in Altersteilzeit gehen, für einen 1961 Geborenen wäre das erst mit 60 Jahren möglich – eine Ungerechtigkeit sondergleichen“, analysiert Vogl das türkis-blaue Vorhaben: „Diese geplante Einschleifung der Altersteilzeit ist nichts anderes als Augenauswischerei! Es drängt sich die Frage auf, ob die Regierung sich diese sogenannte Einschleifregelung überlegt hat, bevor der Gesetzestext formuliert wurde.“

Gleichzeitig soll die Arbeitszeit angehoben werden: „Alle arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen der Bundesregierung haben eines gemeinsam – sie bringen enorme Nachteile für die ArbeitnehmerInnen! Von uns gibt es ein klares Nein zur Budgetsanierung auf Kosten älterer Menschen am Arbeitsmarkt!“

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