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350 Betriebsversammlungen zeigen hohe Kampfbereitschaft

Gewerkschaften bereit für entscheidende fünfte Verhandlungsrunde am 8.11.

Noch vor der nächsten Kollektivvertragsverhandlung verstärken die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp gemeinsam mit den BetriebsrätInnen und Belegschaften der Metallindustrie erneut den Druck auf die Arbeitgeber. Bis einschließlich Morgen, 7. November, finden österreichweit rund 350 Betriebsversammlungen statt. Die Beschäftigten informieren sich über den Stand der Verhandlungen und beschließen Kampfmaßnahmen.

„Der Unmut über das zweiprozentige Angebot der Arbeitgeber für Lohn- und Gehaltserhöhungen ist groß. Die Kampfbereitschaft in den Betrieben ist daher hoch. Gibt es bei der nächsten Verhandlungsrunde am 8. November keine Einigung, sind wir gezwungen, Streikleitungen einzuberufen und erste Kampfmaßnahmen einzuleiten“, sagen die beiden Verhandlungsleiter der Gewerkschaften, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Karl Dürtscher (GPA-djp). In der von den Betriebsversammlungen beschlossenen Resolution heißt es dazu im Wortlaut: „Wenn es notwendig ist, werden wir zur Durchsetzung eines raschen und den ausgezeichneten wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechenden Abschlusses gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen ergreifen.“

Die fünfte Verhandlungsrunde ist daher aus Sicht der Gewerkschaften entscheidend für die Sozialpartnerschaft in der Metallindustrie. Die 192.000 Beschäftigten erwarten sich zurecht endlich faire Angebote von den Arbeitgebern. Schließlich ist die wirtschaftliche Lage der Metallindustrie ausgezeichnet und der neue Kollektivvertrag sollte bereits seit 1. November gelten. Die Gewerkschaften fordern weiterhin fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt bzw. mindestens 100 Euro mehr im Monat. Ebenso bleiben alle Arbeitszeitforderungen wie zum Beispiel höhere Zuschläge und bezahlte Pausen bei langen Arbeitszeiten sowie ein Kündigungsschutz für jene, die Arbeitszeiten von täglich zwölf Stunden oder 60 Stunden pro Woche ablehnen, aufrecht.

 

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