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Stein- und keramische Industrie: Plus 3,35 Prozent

Einigung ohne großes Tam-Tam bereits in der ersten Verhandlungsrunde

Bereits in der ersten Verhandlungsrunde für die ArbeiterInnen aus der Stein- und keramischen Industrie hat sich die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) mit den Arbeitgebern auf einen Abschluss geeinigt. Plus 3,35 Prozent auf KV-Löhne und 3,2 Prozent auf Ist-Löhne bedeuten eine spürbare Reallohnerhöhung für alle 8.500 Beschäftigen aus rund 300 Betrieben. Für die 11. und 12. Stunde und ab der 51-Wochen-Stunde sind 100 Prozent Überstundenzuschlag fällig. Für 24. und 31. Dezember muss zukünftig nur mehr ein Urlaubstag genommen werden.

Zuschlag: 11. und 12. Stunde sowie ab der 51-Wochen-Stunde

Für die 11. und 12. Stunde sowie ab der 51-Wochen-Stunde hat man sich auf einen Überstundenzuschlag von 100 Prozent geeinigt. Abg. z. NR Josef Muchitsch, GBH-Bundesvorsitzender und Verhandlungsleiter auf Arbeitnehmerseite: „Damit haben wir einen Ausgleich für alle Arbeiterinnen und Arbeiter für die Arbeitszeitverlängerung dieser Bundesregierung geschaffen.“

24. und 31. Dezember

Für die jahrelange Forderung der GBH nach einem arbeitsfreien 24. und 31. Dezember konnte eine Verbesserung erzielt werden. Für beide Tage muss nur mehr ein Urlaubstag in Anspruch genommen werden.

Lehrlinge

Lehrlinge erhalten ab dem 18. Lebensjahr die höchstmögliche Lehrlingsentschädigung (80 bis 90 Prozent des Facharbeiters). Muchitsch: „Damit schaffen wir als Erster für Lehrlinge, welche während ihre Lehre das 18. Lebensjahr erreichen, eine saftige Erhöhung bei der Lehrlingsentschädigung.“

Rahmenrecht

Im Rahmenrecht hat man sich darauf verständigt, eine umfangreiche Modernisierung der Lohnordnung und eine einheitliche Regelung der Zulagen in eine Arbeitsgruppe zu verlagern. Ziel ist es, eine gemeinsame Lösung bis 1. Mai 2020 zu erreichen.

Die GBH und die Stein- und keramischen Industrie zeigen vor, wie eine gelebte Sozialpartnerschaft funktioniert

Muchitsch abschließend: „Ich möchte mich bei unseren Verhandlungspartnern für die Gespräche auf Augenhöhe bedanken. Wir haben bewiesen, dass es auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen möglich ist, ohne Kampfmaßnahmen in nur einer Verhandlungsrunde einen fairen Abschluss zu erreichen. Die Vernunft und der gegenseitige Respekt sind die eindeutigen Sieger dieses 15-stündigen Verhandlungsmarathons.“
 

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