Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
www.betriebsraete.at

KV-Abschluss Papierindustrie: +3,2 bis +3,4 Prozent

Bis zu 4,8 Prozent durch 80 Euro Mindesterhöhung

Mit dem Kollektivvertragsabschluss für die rund 8.000 Beschäftigten der österreichischen Papier- und Pappenindustrie haben die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp am 15. März den ersten Abschluss der industriellen Frühjahrslohnrunde 2019 erreicht. Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter sowie die Ist-Löhne und -Gehälter werden um 3,2 bis 3,4 Prozent erhöht. Darüber hinaus gilt eine Mindesterhöhung von 80 Euro, wodurch sich für niedrige Einkommen Steigerungen bis zu 4,8 Prozent ergeben können. "Damit ist eine deutliche Steigerung der realen Einkommen gelungen, wobei zusätzlich BezieherInnen niederer Einkommen besonders profitieren", bilanzieren PRO-GE Branchenvorsitzender Hubert Gangl und GPA-djp Wirtschaftsbereichsvorsitzender Wolfgang Kamedler.

Zweiter Verhandlungsschwerpunkt für die Gewerkschaften bei der diesjährigen Frühjahrslohnrunde ist ein Ausgleich für die Verschlechterungen aus dem Arbeitszeitgesetz der Regierung. "Überlange Arbeitstage müssen die Ausnahme bleiben. Und wenn sie doch geleistet werden, muss sich das für die Beschäftigten auszahlen", erläutern Gangl und Kamedler. Daher wird ab 1.1.2020 ein 100-prozentiger Zuschlag für die 11. und 12. Tagesarbeitsstunde sowie ab der 51. Stunde in der Woche fällig. Hinzu kommen stärkere Antrittsrechte für die ArbeitnehmerInnen beim Verbrauch von erworbenen Zeitguthaben.

Das Ergebnis im Überblick:
• +3,4 % IST-& Mindestlöhne, +3,2 % für Lohngruppe Spezialarbeiter(innen)
• +3,4 % IST-& Mindestgehälter, +3,2 % für Verwendungsgruppen IV-VI, M-II u. MIII
• mindestens jedoch 80,- Euro
• +3,4 % Lehrlingsentschädigung
• +3,4 % Zulagen/Aufwandsentschädigung
• +5,36 % Erhöhung der Nachtschichtzulage
• Rahmenrechtliche Verbesserungen:
o Überstundenzuschlag: 100 % ab 11. Stunde/Tag und 51. Stunde/Woche (ab 1.1.2020; gilt nicht für Gleitzeit)
o Verbesserungen beim Verbrauch von Zeitguthaben
• Gültig ab 1. Mai 2019

 

Artikel weiterempfehlen