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Gewerkschaft vida: Ausbildungsregeln für private Sicherheitskräfte endlich per Gesetz

vida-Woditschka: „Nur beste Ausbildungen steigern auch die Qualität der Arbeit“

„Unser jahrelanger Einsatz hat Früchte getragen. Die Regierung hat unsere Forderung nach einem Sicherheitsdienstleistungsgesetz in ihr Regierungsprogramm aufgenommen“, zeigt sich Ursula Woditschka, Sekretärin des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft vida, zufrieden.

Es gelingt damit, dass die Ausbildung von privaten Sicherheitskräften auf neue Beine gestellt wird, so die vida-Gewerkschafterin: „In Österreich sollen künftig alle Beschäftigten von privaten Sicherheitsdiensten eine einheitliche Ausbildung mit verpflichtenden Qualitätsstandards bekommen. Alle bekommen also in gleicher Qualität das gleiche Wissen vermittelt, und das Sicherheitsbedürfnis aller wird wesentlich verbessert.“ Die Beschäftigten können nicht mehr im Schnellverfahren gecastet werden. Die Zeiten von Turbo-Einschulungen und sofortigen Einsätzen sind damit vorbei.

Geplant ist auch, dass alle Beschäftigten einheitliche Ausweise bekommen. Das hat für Woditschka viele Vorteile: „Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben damit einen klaren, schriftlichen Nachweis ihrer Kenntnisse in der Hand. Auch jeder Auftraggeber sieht sofort, dass der/die Beschäftigte eine Ausbildung absolviert hat. Außerdem wird mit einem Ausweis Schwarzarbeit ein Riegel vorgeschoben.“

Ein Sicherheitsdienstleistungsgesetz sowohl zum Schutz der Beschäftigten als auch derer, die sie beschützen sollen, war längst überfällig, betont die vida-Gewerkschafterin: „Mit einer klaren gesetzlichen Regelung, welche Aufgaben zu welchen Bedingungen an private Sicherheitsdienste ausgelagert werden dürfen, und mit einheitlichen Ausbildungs- und Qualitätsvorschriften haben auch Lohn- und Sozialdumping in diesem Bereich ein Ende.“ Mit dem neuen Gesetz gibt es somit auch „eine klare Abgrenzung zu den Aufgabenbereichen von etwa der Justizwache und der Polizei. Jetzt muss das Gesetz rasch umgesetzt und auch angewandt werden!“, so Woditschka.
 

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