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Corona-Krise zeigt: Der Sozialstaat ist unverzichtbar 

Warum wir den Sozialstaat heute mehr denn je brauchen 

Selbst Kritiker sehen in der Corona-Krise ein: Ein funktionierender Sozialstaat schützt unsere Gesellschaft und ist für sie unverzichtbar. Er ist unsere soziale Absicherung und wir brauchen ihn heute mehr denn je.

Mehr als Unterstützung für die Ärmsten  

Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Wohnbeihilfen – so etwas gilt landläufig als "Sozialstaat". Aber der Sozialstaat ist viel mehr: beleuchtete Straßen, sauberes Wasser aus allen Wasserleitungen, leistbares Wohnen, ein Gesundheits- und Pflegesystem, Pensionen, ein gutes öffentliches Verkehrsnetz.

Wurdest du im Krankenhaus geboren? Warst du schon krank oder hast die etwas gebrochen und wurdest medizinisch behandelt? Haben deine Eltern für dich Familienbeihilfe bekommen? Warst du im Kindergarten, in der Schule oder gar an einer Universität? Auf die meisten dieser Fragen wird die Antwort JA lauten und jedes Mal war es der Sozialstaat, der dich unterstützt hat.  

Sozialstaat schützt uns in Krisenzeiten

Gerade in der Corona-Krise sieht man – vor allem im Vergleich mit Staaten wie den USA oder Großbritannien – deutlich die Vorteile unseres Sozialstaates samt funktionierender Sozialpartnerschaft, intaktem öffentlichen Gesundheitssystem und nach wie vor problemlos laufender Infrastruktur.

In England und den USA setzt man auf private Gesundheitsversorgung. Das bedeutet in der aktuellen Situation: Wer nicht auf der Butterseite des Lebens zu Hause ist, der kann nur hoffen, dass er überhaupt einen Arzt sieht", warnt ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian in einem aktuellen Interview mit dem Kurier.

Eines zeigt sich ohne Zweifel: Ein gut ausgebauter Sozialstaat hat seinen Wert. Wolfgang Katzian

Dass sich die Stärke eines funktionierenden Sozialstaats vor allem in der Krise zeigt, unterstreicht auch der Ökonom und Professor an der Universität Wien, Stephan Schulmeister. Zusammenhalt und Solidarität werden wieder wichtiger – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene, betont Schulmeister: „Das Coronavirus mit den daraus entstehenden Herausforderungen nimmt dem Neoliberalismus endgültig den Wind aus den Segeln. Unternehmer erkennen, dass er vordergründig den Finanzmärkten und nicht den kleinen Unternehmen und ArbeitnehmerInnen nutzt.”

Zusammen sind wir stark

 Als Gewerkschaftsbewegung setzen wir uns mit aller Kraft dafür ein, dass der österreichische Sozialstaat erhalten bleibt und stetig weiter ausgebaut wird. Die Gewerkschaften sind allerdings nur so stark wie die Gemeinschaft ihrer Mitglieder. Werde deshalb auch du gerade jetzt Gewerkschaftsmitglied und sichere damit den österreichischen Sozialstaat!  

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