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Gewerkschaftsjugend startet Kampagne für Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit

Maßnahmenpaket gefordert, um Ausbildung zu sichern und Generation Corona zu verhindern

„Zehntausende Jugendliche sind aufgrund der Corona-Krise ohne Jobs. Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich in kürzester Zeit verdoppelt, mindestens 7.500 Lehrstellen werden im Herbst fehlen und die Regierung hat bis jetzt noch nichts unternommen“, kritisiert Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). „Damit riskiert sie die Zukunft junger Menschen, eine Generation Corona, die ohne Perspektive dasteht und in die Arbeitslosigkeit abdriftet.“

Die Gewerkschaftsjugend startet die Kampagne #Lostgeneration – Jugend ohne Job und fordert von der Bundesregierung ein Maßnahmenpaket gegen die drohende Ausbildungskatastrophe. „Junge Menschen, die keinen Job oder keine Ausbildung haben, kämpfen nicht nur meist dauerhaft mit Einkommensverlusten, sondern leiden wesentlich öfter unter psychischen Erkrankungen wie Depressionen“, warnt Hofer. „Junge Menschen dürfen in dieser wichtigen Lebensphase nicht das Gefühl haben, dass sie niemand braucht. Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist.“

Die Gewerkschaftsjugend fordert folgendes Maßnahmenpaket und steht jederzeit für einen Austausch mit Ministerium und Wirtschaftskammer bereit, um Sofortmaßnahmen zu diskutieren, so Hofer:

Aufstockung der Ausbildungsplätze im staatlichen und staatsnahen Bereich

Schaffung eines Corona-Not-Ausbildungsfonds, dotiert mit 140 Millionen Euro zur Unterstützung von Betrieben, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten wegen der Corona-Krise, Lehrlinge ausbilden wollen

Erhöhung der Finanzmittel für die überbetriebliche Lehrausbildung und Aufstockung der überbetrieblichen Lehrstellen

Anreize für große Ausbildungsbetriebe über Bedarf auszubilden

Reform des Bestbieterprinzips für staatliche Ausschreibungen mit stärkerem Augenmerk auf die Lehrausbildung 

Kampagnenwebsite: https://jugendohnejob.com/

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