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ÖGB-Schumann: Frauen bekommen in Österreich rund 42% weniger Pension als Männer

Kindererziehungszeiten müssen bis zum 8. Lebensjahr des Kindes angerechnet werden

Aktuelle Zahlen zeigen, dass Frauen im Jahr 2020 immer noch durchschnittlich 41,86 Prozent weniger Pension erhalten als Männer – dadurch sind sie massiv von Altersarmut betroffen. „Frauen leisten nach wie vor den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit für Kinder, das muss für die Pension stärker berücksichtig werden. Wir haben daher ein Modell entwickelt, um Kindererziehungszeiten länger und besser anzurechnen, damit Frauen im Alter sorgenfreier und finanziell unabhängiger leben können“, so ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann anlässlich des bevorstehenden bundesweiten Equal Pension Days am 30. Juli 2020.

Aufgrund von fehlenden Kinderbildungseinrichtungen und veralteten Rollenzuschreibungen in der Gesellschaft sei die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betreuungsarbeit für Frauen in Österreich nach wie vor nur schwer möglich – die Teilzeitquote von unselbstständig beschäftigten Frauen liege bei 48 Prozent. Dieser Faktor führe zu geringen Einkommen und in der Folge zu niedrigen Pensionen. Das zeige sich jetzt auch am Equal Pension Day, der jenen Tag markiere, an dem Männer bereits so viel Pension bekommen haben, wie Frauen erst bis Jahresende erhalten werden.

„Kinder bekommen, darf für Frauen in Österreich kein Nachteil sein“, so Schumann. Die ÖGB Frauen fordern daher die stufenweise Verlängerung der Anrechnung der Kindererziehungszeiten bis zum 8. Lebensjahr des Kindes, statt bisher bis zum 4. Lebensjahr. „Unser neues Modell würde Frauen insgesamt 175,40€ mehr im Monat bringen. Kindererziehung ist eine zentrale Aufgabe in unserer Gesellschaft – das muss politisch anerkannt und wertgeschätzt werden“, fordert die Vizepräsidentin.

 

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