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ÖGB-Schumann zum Tag der Kinderrechte: Halbe Lösung der Bundesregierung verunsichert Eltern, LehrerInnen und vor allem Kinder

Schule muss Bildungseinrichtung bleiben - alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und gleiche Chancen

„Die halbe Lösung der Bundesregierung, Eltern aufzurufen, ihre Kinder zuhause zu lassen und gleichzeitig Schulen für Betreuung geöffnet zu lassen, hat genau einen Effekt: Sie sorgt für zusätzliche Unsicherheit bei den Eltern, bei den LehrerInnen und vor allem bei den Kindern”, kritisiert ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann die Maßnahmen der Bundesregierung im Hinblick auf den Welttag der Kinderrechte am 20. November.

„Die Schulen sind Bildungseinrichtungen und dürfen nicht nur als Aufbewahrungsstätte für Kinder dienen, deren Eltern arbeiten gehen müssen. Viele Kinder hinken im Schulstoff hinterher und verpassen wertvolle Zeit. Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und gleiche Chancen“, so Schumann.

Kinder, die jetzt zuhause lernen müssen, seien mit der neuen Situation oft überfordert. „Viele von ihnen sind sich beim Lernen selbst überlassen, weil Eltern Homeoffice machen oder in systemerhaltenden Jobs arbeiten. Zusätzlich verfügen Familien oft nicht über die benötigte technische Ausstattung und nicht jedes Kind hat ein eigenes Zimmer bzw. jedes Familienmitglied einen eigenen Schreibtisch. Die Kinder lernen unter massiv erschwerten Bedingungen“, so Schumann. 

Gleichzeitig arbeiten aktuell viele Eltern in Kurzarbeit oder haben in der Krise ihren Job verloren – die Anträge auf Minderstsicherung steigen. Das treffe vorallem Kinder, denn bereits vor Corona war ein Drittel aller MindestsicherungsbezieherInnen minderjährig. „Wir müssen jetzt gegensteuern, um langfristige negative Auswirkungen zu verhindern – Kinder dürfen nicht die Leidtragenden der Krise sein. Bildung ist nicht nur eines der besten Mittel, um aus der Armut auszubrechen, sondern auch um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können“, so die Vizepräsidentin abschließend. 

 

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