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Gewerkschaft vida hat den weltweit ersten Kollektivvertag für FahrradbotInnen und EssenszustellerInnen abgeschlossen

Weltweit erster KV für FahrradbotInnen

Die Gewerkschaft vida hat den weltweit ersten Kollektivvertag für FahrradbotInnen und EssenszustellerInnen abgeschlossen

Mehrere tausend Menschen verdienen in Österreich ihr Geld mit der Zusetllung von Essen, Briefen und Paketen per Fahrrad. Meist in prekären Beschäftigungsverhältnissen als Freie Dienstnehmer oder als Scheinselbstständige. Damit ist jetzt Schluss.

1.506 Euro Basislohn sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld

Die Gewerkschaft vida hat mit dem Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer nach langen Verhandlungen den weltweit ersten Kollektivvertag für FahrradbotInnen und EssenszustellerInnen abgeschlossen. Diese dürfen sie sich nun über eine gewisse Absicherung freuen.

Eckdaten des Kollektivvertrags

  • 1.506 Euro Basislohn

  •  Rechtsanspruch auf 13. und 14. Monatsgehalt

  • Equipment-Pauschale von 0,14 Euro/km für die Verwendung von Privatfahrrädern und Privat-Handys

  • Option auf 4-Tage-Woche

Unselbstständig beschäftigte ZustellerInnen haben ab 1.1.2020 Anspruch auf einen Basislohn von 1.506 Euro brutto im Monat bei einer 40-Stundenwoche mit der Option auf eine 4-Tage-Woche. Erstmals besteht für Beschäftigte in der Branche ein Rechtsanspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Ebenso wurden entsprechende Kostenersätze für die Verwendung von Privat-Fahrrädern und Privat-Handys, als faire Abgeltung an die Dienstnehmer, im Kollektivvertrag verankert.

Jährliche Weiterentwicklung

„Es steht natürlich jedem Unternehmen frei, zu überzahlen. Die besten Dienstgeber werden auch die besten und schnellsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen", sagt Karl Delfs, Bundessekretär des vida-Fachbereichs Straße. Der Kollektivvertrag werde bei den jährlichen Lohnverhandlungen natürlich weiterentwickelt werden.

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