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GBH-Muchitsch fordert: Baustellen sofort einstellen!

Bundesregierung ist gefordert, per Verordnung Baustellen zu schließen

Das Coronavirus ist mittlerweile auch eine große Gefahr für die Beschäftigten am Bau. Baustellen müssen deshalb mit staatlicher Unterstützung eingestellt werden.

Enge Firmenbusse, Mannschaftsquartiere mit Bettenlagern, gemeinsame Waschräume und das ständige miteinander Arbeiten sind der Berufsalltag auf den Baustellen. Den Mindestabstand einzuhalten und das Vermeiden des sozialen und direkten Kontaktes ist für die Beschäftigten in der Praxis nicht möglich. Es ist grob fahrlässig, dass alle bisherigen Gespräche nicht zu einer Lösung geführt haben. Es reicht, jetzt ist es genug!

Gewerkschaft Bau-Holz- (GBH-)Bundesvorsitzender Josef Muchitsch: „Heute ist alles anders als noch vor wenigen Tagen. Das Coronavirus wird auch die Beschäftigten am Bau erfassen. Daher fordere ich den Bundeskanzler und den Gesundheitsminister auf, die Baustellen zum Schutz aller Menschen in Österreich auch in die Beschränkungen der Verordnung mitaufzunehmen.“

Alle Gespräche und Überzeugungsarbeit in den letzten Tagen und Stunden haben bis dato zu keinem akzeptablen Ergebnis geführt. Die Baustellen sind daher einzustellen. Dort, wo Bauherren und Arbeitgeber mitspielen, werden bereits Baustellen heruntergefahren und Betriebsurlaube vereinbart. Es gibt aber öffentliche und private Bauherren, die nicht bereit sind, die Arbeiten einzustellen. GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch dazu: „Baustellen sind nicht systemrelevant, daher braucht es eine Verordnung von oben, Herr Bundeskanzler!“

Als Gewerkschaft Bau-Holz weisen wir darauf hin, dass die Gesundheit der Bauarbeiter und damit aller Menschen in ihren Familien und Umfeld nicht mehr gewährleistet ist. Viele Bautätigkeiten dienen nicht zur Aufrechterhaltung unseres Systems und können daher sofort eingestellt werden. Dort, wo diese aber zur Aufrechterhaltung der notwendigen Infrastruktur, wie bei Reparaturen von Leitungsträgern, Bereitschaftsdienst für die Energieversorgungsunternehmen (EVU) und bei Gefahr in Verzug unbedingt notwendig sind, ja, dort werden die Bausozialpartner eine Lösung finden.

 
 
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