Wirtschaftskrise: Kurzarbeit mildert Auswirkungen

Kurzarbeit als entscheidendes Instrument, um im Sinne der ArbeitnehmerInnen zu handeln

„Die aktuelle Lage zeigt, wie wichtig der Sozialversicherungsstaat ist“, unterstreicht ÖGB-Ökonom Georg Kovarik. „Denn dieser trägt wesentlich zu einer Milderung von Rezessionen bei, dies gilt insbesondere für die Kurzarbeit und die Arbeitslosenversicherung“, fügt er hinzu.

Denn: Laut den aktuellsten Prognosen vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und dem Institut für Höhere Studien (IHS) wird die heimische Wirtschaft aufgrund der Corona-Krise bis zum Jahresende um bis zu 2,5 Prozent zurückgehen. Und das ist noch optimistisch gerechnet.

Corona-Kurzarbeit ist Instrument der Stunde

Deshalb ist die von den Sozialpartnern rasch ausverhandelte Corona-Kurzarbeit das Instrument der Stunde. „Gäbe es dieses Modell nicht, so würde die Massenkaufkraft bei einem solchen Konjunktureinbruch viel stärker zurückgehen und so die Rezession verschärfen“, erklärt Georg Kovarik.

Auch IHS und WIFO unterstützen die schnellen Maßnahmen der Sozialpartner, Bundesregierung und Arbeitsmarktservice: „Außerdem wurde ein sehr attraktives Kurzarbeitsmodell entwickelt. (…) Diese Maßnahmen werden von uns unterstützt“, betont IHS-Chef Martin Kocher.

Gäbe es keine Kurzarbeit, so würde die Massenkaufkraft bei einem solchen Konjunktureinbruch viel stärker zurückgehen und so die Rezession verschärfen, sagt Georg Kovarik, Ökonom beim ÖGB

Anstieg der Arbeitslosigkeit bremsen

Auch Markus Marterbauer, Chef-Ökonom der Arbeiterkammer, hebt hervor, wie wichtig Kurzarbeit aktuell ist, um die negative Wirkung der Rezession auf die Beschäftigten zu mildern. „Deshalb ist umso wichtiger, dass möglichst viele Unternehmen von der Kurzarbeit Gebrauch machen“, betont Marterbauer. Denn eines der wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele sei derzeit, den Anstieg der Arbeitslosigkeit zu bremsen – und Kurzarbeit ist dafür das beste Mittel.

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